Titel: Design und Sein – Was ist (gutes) Design? – Zwischen Funktionalität und Ästhetik
Autorin: Kira Junker
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Studiengang Medienproduktion
Jahr: 2025
Link: https://share.google/I1VDqRyrS1o26Pho1
Allgemeiner Überblick
Die Masterarbeit “Design und Sein” beschäftigt sich mit der Hinterfragung von den Fargen “Was ist Design?” und “Was ist eigentlich gutes Design?” und die kritische Auseinandersetzung mit gängigen und idealisierten Designprinzipien.
Gestaltungshöhe
Das Werkstück bedient sich an einem klaren Farbschema und zwei Schriftarten, welches ich durch das gesamte Buch ziehen. Es ist simpel aber effektiv. Außerdem wurde das Werkstück basierend auf der eigenen recherchierten theoretischen Grundlage und schafft daher eine gute balance zwischen Aesthetik und Funktionalität bzw Struktur.
Innovationsgrad
Ich finde den Ansatz sehr spannend, ein Thema zu wählen, zu dem es ja einerseits schon sehr viel Literatur und Recherche zu gibt, diese dann aber sehr kritisch und hinterfragend beäugt wird. Direkt am Anfang wird erwähnt, welche Literatur Inspiration für die Masterarbeit waren und ich finde dass die Masterarbeit sich nicht sehr stark von der Thematik abhebt, sondern sehr ähnlich wie jene aufgebaut ist. Daher kann man argumentieren, dass die Fragestellung nicht viel Innovation aufzeigt, dei Autorin aber dennoch viel eigene Recherche und ein Werstück erstellt hat.
Selbstständigkeit
Die Autorin versucht selbstständig einen eineitlichen Weg für Design zu finden bzw den gängigen zu hinterfragen und bezieht sich dabei auf verschiedene philosophische Ansätze. Andererseits, wie schon gesagt, finde ich dass bei der Fragestellung mehr auf Selbstständigkeit hätte geachtet werden können um dem ganzen eine eigene Handschrift zu geben.
Für das Werkstück hat die Autorin ein gängiges modell genutzt um Zielgruppen zu analysieren und damit drei Personas erstellt, welche sehr passend sind und die selbstständigkeit dieser Analyse zeigen.
Gliederung und Struktur
Es gibt kein Abstract oder eine typische Einleitung, sondern es wird mit der Motivation der Autorin gestartet. Außerdem wurde die Arbeit in zwei Hauptteile unterstrukturiert, Inhalt A (Recherche und Theoriebezug hin zu einem Fazit) und Inhalt B (Beschreibung und Entwicklung des Werkstücks “Design & Sein: Eine philosophische Reise). Auch eine klare Fragestellung oder Hypothese gibt es nicht, was mich etwas irritiert hat.
Kommunikationsgrad
Die Arbeit ist sehr leicht verständlich geschrieben und auch strukturell Leicht verständlich gemacht. Ich finde es teils etwas schwer, von Kapitel zu kapitel zu folgen, da es keine klaren Übergange oder Erklärungen gibt.
Umfang der Arbeit
Die Autorin zitiert sehr viele Theories und Meinungen, aber nur kurz erklärt und angestoßen, mir fehlt da etwas die Tiefe, mit der das gesammelte Wissen dann irgendwie interpretiert und analysiert werden könnte.
Orthographie, Sorgfalt und Genauigkeit
Die Masterarbeit ist genau und sorgfältig, es gibt keine erkennbaren Rechtschreibfehler, Sprache ist zwar Leicht verständlich und trotzdem ausreichend und passend für eine Masterarbeit. Das layout und die verschiedenen Kapitel sind klar und verständlich gestaltet und gut zu verfolgen.
Literatur
Das Literaturverzeichnis ist relative klein, die Autorin hat dort nur 24 Quellen aufgelistet, welche aber fast ausschließlich Fachliteratur oder Bücher sind.
Beurteilung des Werkstücks
Durch das Fehlen einer zentralen Fragestellung, ist mir der Sinn des Werkstücks nicht ganz klar. Laut der Autorin ist das Buch eine “visuelle und inhaltliche Reflexion über die Disziplin Design”. Das Buch ist gestalterisch schön und passend, es ist angepasst an eine analysierte Zielgruppe und fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen. Insgesamt also ein gutes Werkstück.
Meine persönliche Gesamtbewertung
Mir gefällt an der Masterarbeit besonders, dass sie Design nicht nur functional sondern auch philosophisch betrachtet und versucht eine Brücke zwischen Ästhetik, Theorie und Funktionalität zu schlagen. Die Gestaltung ist ruhig, klar und konsequent, was gut zur Thematik passt.
Inhaltlich hätte ich mir jedoch eine klarere Fragestellung und eine tiefere kritische Auseinandersetzung mit der vorhandenen Literatur gewünscht. Gerade bei einem Thema, das so breit diskutiert ist, wäre eine stärkere persönliche Position oder ein experimentellerer Ansatz spannend gewesen.
Insgesamt hinterlässt die Arbeit aber einen sehr positiven Eindruck. Sie ist sorgfältig, verständlich und gestalterisch überzeugend geschrieben und man merkt, dass viel Reflexion, Interesse und Neugier am Thema eingeflossen sind.
Note: 2
