#5 IMPULS: Shifting/Verfeinerung meines Themas

Ich habe meine ersten 3-5 Ideen an Birgit gepitched und ihr Input hat mir sehr geholfen, mein Thema weiter zu denken und auch zu verfeinern. Hier in diesen Screenshot kann man mein erstes Figma Jam board sehen, in dem ich alle Themen mal niedergebracht habe.

Mein Ziel in diesem Step war, meine Idee im Figma Jam einmal sauber runterzubrechen: Also nicht nur „im Kopf“, sondern als Flow, den ich auch Außenstehenden erklären kann. Inhaltlich hat mich dabei das Buch „Beklaute Frauen“ inspiriert – vor allem die Art, wie es über viele einzelne Biografien und Themen-Kapitel hinweg ein größeres Bild aufmacht.

Nach dem Gespräch habe ich mein Board noch weiter verändert und ausgebaut, folgendes ist aber als Grundentscheidung weiterhin notiert geblieben: Die Auswahl soll externalisiert sein. Ich will an der Stelle keine klassische Kuratorin spielen, sondern eher einen Rahmen bauen, in dem sich unterschiedliche Personen aus dem Buch (oder alternativ je Kapitel, weil das Buch konzeptuell aufgebaut ist) abbilden lassen. Also wenn ich individuelle Schicksale zeige, dann will ich die Auswahl der Person externalisieren – oder ich zeige Konzepte und Gesellschaftsstrukturen, die zu diesem Problem geführt haben, dann kann ich auch andere Literatur heranziehen und selbstständig über die Inhalte der Poster bestimmen. Von diesem Punkt habe ich dann weitergearbeitet, und zwar in die Richtung einer interaktiven Ausstellung mit digital/analogen politischen Postern.

Je nachdem, was in dem Poster dann gezeigt wird, wäre der grobe Aufbau:

  • Ein animiertes Poster, das als Projektion auf ein gedrucktes Plakat (A2 oder A1) gelegt wird
  • Dazu Sensoren oder andere Trigger über die man mit dem Poster interagieren kann
  • Ziel: Die Inhalte werden nicht nur gelesen, sondern als erlebbare Story zugänglich

Ich habe mir dazu auch ein bisschen notiert, wie die Visualisierung pro Poster aussehen könnte. Das soll individuell funktionieren – je nachdem, was zum jeweiligem Inhalt passt. Ideen, die ich gesammelt habe:

  • Arbeit mit Zitaten als Einstieg oder „Trigger“
  • Metaphorische Objekte (statt alles nur über Text zu erklären)
  • Porträts, die sich „auflösen“, fragmentieren oder neu zusammensetzen

Technische Idee der Umsetzung von Projektion auf Poster:

Dann habe ich mir das Ganze nochmal als übergeordnetes Ziel formuliert: Am Ende soll es auf eine interaktive Ausstellung hinauslaufen, die die Protagonistinnen aus „Beklaute Frauen“ repräsentiert – nicht als klassische Info-Tafeln, sondern als hybride, visuell starke Stationen.

Ein wichtiger Punkt im Mapping war auch die Zielgruppe: Ich denke da an design-/kunstinteressierte Menschen, eher genderneutral gedacht, tendenziell offen für politische Themen. Und gleichzeitig: Selbst wenn jemand nicht explizit aus einem feministischen Interesse heraus kommt, soll die gestalterische Umsetzung so anziehend sein, dass man trotzdem hängen bleibt und sich darauf einlässt.

Technisch habe ich eine Richtung festgehalten: Motion über Creative Coding, und zwar so, dass ich die visuellen Elemente über Parameter steuerbar mache (damit das System pro Poster variieren kann). Als mögliche Tools/Libs, die ich dafür am Schirm habe: paper.js, curtains.js und klassisch canvas.js/WebGL, je nachdem wie „grafisch“ vs. „shader-lastig“ es am Ende werden soll.

Und ganz am Ende habe ich mir die Klammer nochmal als Frage notiert, weil das eigentlich der Kern für die Masterarbeit werden könnte:

Wie kann Creative Coding als künstlerisch-technische Methode im Kontext einer hybriden interaktiven Ausstellung für feministische Inhalte genutzt werden – also nicht nur „als Effekt“, sondern wirklich unterstützend?

Animierte Poster als Inspo

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *