6. IMPULS: Besuch in Thal

Im folgenden Impuls-Blogbeitrag geht es um eine Exkursion zur Kirche St. Jakob und die dabei gewonnenen Eindrücke. Wegen ihrer besonderen Architektur und Lichtstimmung empfahl mir Roman P., diese Kirche zu besuchen.

Fotos by Joschua Hohenbrink

Die Pfarrkirche wurde vom Wiener Künstler Ernst Fuchs im Stil der Wiener Schule des Phantastischen Realismus* gestaltet und 1994 nach einer Umbauphase wiedereröffnet.


„Ernst Fuchs beließ es, als Kenner der biblischen Schriften sowie der jüdischen und christlichen Symbolik, nicht bei der künstlerischen Ausgestaltung. Er erweiterte das gesamte architektonische Konzept zu einem Gesamtkunstwerk mit phantasievoller Farben- und Formenvielfalt und beeindruckenden Lichteffekten.
‚Man muss schon von weitem erkennen: Dies ist ein heiliger Ort. Wo auch immer die Augen hinblicken, es muss etwas zu sehen geben.‘“

(Quelle: Wikipedia – Pfarrkirche Thal)

Der vorherige IMPULS-Blog behandelte die Lichtgestaltung sakraler Räume im Computerspiel Diablo IV. Diese Auseinandersetzung prägte auch meinen Blick auf den Kirchenbesuch. Allerdings bot das natürliche Licht in St. Jakob aufgrund des Nebels keine idealen Beobachtungsbedingungen.

Für einen Euro ließ sich das Kirchenlicht für vier Minuten aktivieren. Die farbenfrohe Gestaltung der vielen architektonischen Elemente wirkt einladend und freundlich. Strassverzierungen an Wänden und Boden erzeugen jedoch stellenweise optische Überladung und verleihen dem Raum eine leicht kitschige Note. Auch das wuchtige Glas-Kreuz über dem Altar, mit seinen spiegelnden Ornamenten, zieht die Aufmerksamkeit stark auf sich und wirkt gleichzeitig etwas fremd im Gesamtbild.

Aus Sicht des Video Mappings ist dieser Ort jedoch interessant. Die vielfältigen Formen, Farben und Materialien bieten zahlreiche Möglichkeiten für Experimente.

Ein Gedankenexperiment:
Mit einem mobilen Beamer-Setup könnten kleine Objekte wie Statuen, Kreuze oder Verzierungen sowie mittelgroße Flächen – etwa Säulen, Altar oder Türen – bespielt werden. So ließe sich untersuchen, wie Licht, Reflexionen und Projektionen den Raum verändern und welche Stimmungen dabei entstehen.

Der größte Mehrwert für meine Masterarbeit liegt für mich in der vertieften Auseinandersetzung mit Ernst Fuchs und dem Phantastischen Realismus.

Der Phantastische Realismus entstand nach demZweiten Weltkriegin den deutschsprachigen Ländern und den Niederlanden. Diese Stilrichtung verbindet Einflüsse desSurrealismus, insbesondere vonHans BellmerundSalvador Dalí, mit Elementen desMagischen Realismus. Charakteristisch ist die fein ausgearbeitete, oft grotesk-figürliche Bildsprache, die symbolische oder erotische Tendenzen aufweist. Themen stammen häufig aus demAlten Testament, derApokalypse, derMythologieoder ausTräumen.
(Quelle:Wikipedia – Phantastischer Realismus)


Hinweis zur Verwendung von KI-Tools

Zur sprachlichen Optimierung und für Verbesserungsvorschläge hinsichtlich Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck wurde ein KI-gestütztes Schreibwerkzeug (Perplexity 2026) verwendet.

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