IMPULS 4 – CoSA

Vor Kurzem war unser Studiengang im CoSA – Center of Science Activities in Graz. Ich war ehrlich positiv überrascht – so viel “Interactionnn Design!”

Ich verbinde Museen eher mit stillen Räumen, mit Wandtexten, Abstand halten und „Bitte nicht berühren“ ODER aber mit einem Kinderspielplatz, mit Bällen, Games und angerotzten Spiel-Stationen. Das CoSa war irgendwo schön dazwischen und man konnte selbst die unmotiviertesten Kolleg:innen irgendwo Dinge ausprobieren sehen.

Sehr „Interaction Design“

Was sofort aufgefallen ist: (Fast) alles ist interaktiv. Ich war beeindruckt und überrascht.

Dadurch fühlt sich der Museumsbesuch weniger nach „Fakten lernen“ an, sondern mehr nach Entdecken. Man bleibt automatisch neugieriger, aufmerksamer, aktiver – man will wissen die die Installation funktioniert, „was man da machen kann“ und lernt ganz nebenbei irgendwas über Technik, Bakterien und Co. 

Aber auch bei interaktiven Exhibits gilt es die Aufmerksamkeitsspanne und das Interesse der Zielgruppe miteinzukalkulieren… und eine Ausstellung zu Finanzbildung kann eine Bande Student-innen meist nicht mit der Spannung in der Info überzeugen. In der Theorie klang das Konzept eigentlich relativ vielversprechend: Quizze, Bildschirme, Punkte, Simulationen.

In der Praxis zeigte sich aber: Interaktiv heißt nicht automatisch verständlich oder spannend.

Teilweise waren die Screens überladen mit Informationen. Manche Stationen dauerten zu lange oder fühlten sich eher wie ein Test als wie ein Erlebnis an. Man klickte sich durch nicht um die Antworten kennen zu lernen sondern um „weiter zu kommen“.

Ein Thema wird nicht automatisch zugänglicher, nur weil man es „gamifiziert“. Interaktion muss inhaltlich, formal und dramaturgisch zusammenpassen.

Andere Bereiche im CoSA haben das deutlich besser gelöst. Besonders spannend fand ich den Technikbereich, in dem man sein eigenes Fahrzeug zusammenstellt und anschließend in einer Simulation testet. Die Ai-Station von MoYa, die Skizzen (von Kindern etc) scannt, erkennt und zb photorealistisch macht

Der Vibe muss passen

Was CoSA besonders gut schafft, ist eine Atmosphäre, in der man wieder ein bisschen Kind sein darf. Neugierig. Spielerisch. Fehlerfreundlich.

Diese Haltung finde ich unglaublich inspirierend – auch für unsere eigene Arbeit.
Gerade im Motion Design oder in der Animation geht es oft um Präzision, Perfektion, Timing. Aber Kreativität entsteht selten aus Druck. Sie entsteht im Ausprobieren.

Der Museumsbesuch hat mich daran erinnert, wie wichtig spielerische Räume sind – analog wie digital. Vielleicht brauchen wir mehr „Playgrounds“ für Kreative. Räume, in denen das Ziel nicht Produktivität ist, sondern Neugier.

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