#4 IMPULS: Besuch der CoSa-Ausstellung

Anfang November besuchten wir mit dem Studiengang das CoSa Museum im Joanneumsviertel Graz, um Inspiration für unsere eigenen Ansätze rund um Gamification und Ausstellungskonzepte zu sammeln. Da mich der Besuch inhaltlich für das Projekt eine Zeit lang beschäftigt hat, möchte ich ihn hier als Thema einer Reflexion wählen. Besonders spannend fand ich, wie unterschiedlich die einzelnen Ausstellungen gestaltet waren und wie stark dies meine eigene Motivation und Wahrnehmung beeinflusst hat.

Finanzen

Die erste Ausstellung, die ich besucht habe, beschäftigte sich mit dem Thema Finanzen. Zu Beginn bekam man eine kleine Karte, mit der man in verschiedenen Räumen Quizzfragen beantworten konnte. Die Punkte wurden gespeichert und man erhielt am Ende sogar einen „Kassenbon“ mit dem eigenen Score. Die Idee ist Besucher*innen zu motiviert, alle Stationen zu durchlaufen und spielerisch Wissen zu sammeln. Was mir eigentlich relativ egal ist. Generell funktioniert so ein künstliches Belohnungssystem bei mir nie. Ich bin immer nur mit sachen zu motivieren, wo ich auch tatsähclich den Erfolg erkenne. Für andere dagegen war es ein großer Anreiz, möglichst viele Punkte zu sammeln.

Science

Die zweite Ausstellung hat mir viel mehr zugesagt und ich hab auch super lange dort Zeit verbracht. Sie behandelte Themen wie optische Täuschungen, Krankheiten und Laboranalysen oder den Aufbau eines Autos. Ich habe mich ewig in dem nachgebauten Krankenhausraum aufgehalten, in dem man “Blutproben” entnehmen und anschließend im Labor analysieren konnte. Dort gab es drei fake Patienten, die geheilt werden mussten. Und anhand deren Aussagen, Untersuchungen am Körper selber, dem Patientenzettel am krankenbett, die Werte im Computer und der Blutprobe hat man dann eine Diagnose stellen können. Außerdem gab es noch einen weiteren Computer in dem man sich über die möglichen Krankheiten informieren konnte und so rückschlüsse aus den Symptomen ziehen konnte.

Einfluss auf unser eigenes Game-Design-Projekt

Besonders diese zweite Ausstellung hat mich auch inhaltlich inspiriert und zwar so sehr, dass sie direkt in unser Projekt in der Game-Design-Vorlesung eingeflossen ist.

In diesem Projekt haben wir eine Ausstellung konzipiert, in der Besucher*innen auf spielerische Weise Mikroben und Teile ihres eigenen Körpers entdecken können. Ziel ist es, den typischen Ekel vor Bakterien herauszufordern und vielleicht sogar abzubauen. Die Besucherinnen sollen durch Neugier, Berührungspunkte und kleine spielerische Aufgaben merken, wie faszinierend – und wie nah – diese mikroskopische Welt eigentlich ist.

Die hands-on-orientierte Methode der zweiten CoSa-Ausstellung hat uns dabei direkt beeinflusst:

  • Interaktivität statt “oberflächlicher” Gamification
  • Neugier als Antrieb statt Punkte als Belohnung

Gerade durch diese Inspiration haben wir eine Idee entwickelt, die sowohl wissenschaftlich als auch spielerisch funktionieren soll und Menschen für ein oft unangenehmes Thema öffnet.

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