Motion Identity für Bonnie Callini am Electric Love Festival 2025


Wow – what a journey!?
Die Projektfindung war schwieriger als gedacht – gibt es doch so viele Möglichkeiten und Ansätze um Motion in sonst so statische Brandings zu bringen.
Großes Danke an dieser Stelle auch an Chrissi, die mir wirklich zu so einigen Möglichkeiten Zugang verschaffen hat.

Nun ist aber eine Entscheidung gefallen (bzw. schon vor ein paar Wochen, diese Blogposts sind eher Retrospektive als Live-Dokumentation – mehr dazu später – aber bleiben wir im Sinne der Blogposts mal weiterhin in der Gegenwartsform)

Die hier dokumentierte Entwicklung dieser Motion Identity widmet sich „Bonnie Callini“ eine female DJ aus Salzburg! Auch der Zugang zum Thema Motion ist etwas spezieller und weicht ein wenig vom herkömmlichen Brandingprozess ab, denn Bonnie (Ein Künstlerinnen-Name) kam mit dem Wunsch auf Tanja Kobler und mich zu, ihr Set am Electric Love Festival in Salzburg mit Visuals zu bestücken! Der Hacken, oder vielleicht auch unser Glück, war es, dass Bonnie in der Gestaltung ihrer bisherigen Medien – sei es Social Media oder ihre Visuals auf anderen Festivals – sehr offen und ungebunden war und noch kein festes Design besteht.
Eine gute Ausgangsbasis mit jede Menge Freiraum, um eine Motion Identity zu entwickeln – spannende Visuals auf der Bühne als Start in ihre Visual Identity!

Wer ist Bonnie Callini?

Bonnie Callini ist eine Female DJ aus Salzburg. Ihre Musik bewegt sich vor allem im Bereich brasilianisch und lateinamerikanisch beeinflussten Hardgroove- und Tribal-Techno.

Sie kombiniert dabei „fast electronic groove“ mit „exotic vocals“ & ihr Ziel ist es, mit ihren Sets  Menschen zum „Kopf abschalten und Tanzen“ zu bringen. Ihre Musik bewegt sich in der Regel im Bereich von 138 bis 145 BPM.

Woher kennt man Bonnie Callini? Sie spielte neben zahlreichen lokalen Acts auch schon im Kremlin (Lissabon), auf dem Electric Love Festival (Salzburg) sowie natürlich in der Pratersauna oder im Sass in Wien.

Zielsetzung/Auftrag

„Echt alles passt besser als das was die dort standardmäßig VJn“ Anbei Bilder vom Set des vergangenen Jahres, mit dem Bonnie sich so gar nicht identifizieren konnte – denn rosa Seifenblasen sind weit weg von dem was sie mit ihrer Musik eigentlich repräsentiert.

Was wird kreiert? Visuals für die ClubCircus Bühne am Electric Love Festival in Salzburg, für Bonnie Callinis Set von 17:30-19:00Uhr. Eine lange Zeit und eine große Bühne – wir sind gespannt!

Wichtig für uns sind hier, neben Bonnys persönlichem Stil, auch Gegebenheiten wie Tageslicht, eine Überdachte Bühne, die nähe der Gäste zum Set, etc. Das Festival selbst stellte uns zu Beginn ein eher vages PDF zur Verfügung und wir suchten schon früh den Kontakt und Austausch mit den verschiedenen Verantwortlichen.

Wir folgen nun dem Motion-Identity-Prozess den ich vor einigen Wochen in meiner Recherche aufgebaut habe und testen dessen Anwendbarkeit. Ist das auch im Zuge dieses Projekts sinnvoll? Ist es bloßes “abarbeiten” der Steps oder bringt das System tatsächlich Mehrwehrt?


Step 1: Analyse der bestehenden statischen Elemente (Logo, Farben, Typo, Plakate, Key-Visuals(!!!)

Im Design für Bonnie geht es nicht darum, ein herkömmliches Branding zu entwickeln, sondern viel eher liegt der Fokus darauf, eine Bildsprache zu definieren die sich in verschiedenen Key-Visuals (und auch „Nicht-Key-Visuals“) darstellen lässt und dessen Erscheinungsbild sie und ihre Musik repräsentiert. 

Das einzig bestehende Footage das weiterhin passend sein soll sind ihr Artist-Profilbild und ihr EP-Cover (siehe Bild)

Um abzuschätzen welches Design sie schätzt haben wir uns auch die Arbeiten ihres Kollektivs „Urban Rumble“ angesehen. Das Logo und die Typo gefallen ihr dabei sehr gut, die Partikelsysteme im Hintergrund würde sie eher weniger aufgreifen.

Summary: Besprechung Nummer Eins

Ihr Stil ist „Feministisch, Artsy and Fruity“. Es darf heiß sein, flashy, ungewöhnlich – soll aber keinenfalls in die Richtung Girly-Pop gehen.

Ihr visuelles Erscheinungsbild auf der Bühne (wie auch auf Social Media) soll ihre musikalische Identität klar widerspiegeln: Energiegeladener, lateinamerikanisch inspirierter Tribal Techno. 

Ihr geht es dabei um rhythmische aber “nicht ordentliche” Muster, warme Farbtöne (oft mit hoher Sättigung und Rottöne) und kontrastreiche Typografie. 

Außerdem bindet sie gerne Elemente ein, die sich mit dem “Hardgroove” und “Hardtechno” assozieren lassen, also kühles Metall und Chrome-Optik – gemischt mit den warmen Farben und der Hitze ihres Sets.

Die Key-Visuals sollen als Beiwerk zu ihrer Musik betrachtet werden – sie sollen die Stimmung unterstützen indem sie Bewegung suggerieren. Sie können einerseits jene Energie aufgreifen, die ihre Tänzer:innen in der Menge mitbringen – oder  – die ihre Songs sanft umrahmen.

Das Logo und etwaige Schriften sollen reduziert, funktional und hart wirken – als Kontrast zum „grainy und weichen” Hintergrund.

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