Motion Behaviour

Uns wurde schnell klar, in welche Richtung sich die Visuals entwickeln würden, da auch die Musik einiges an Gefühl für Geschwindigkeit und Bewegung mitlieferte. Nichtsdestotrotz ist es auch in diesem Fall noch super hilfreich verschiedene gegensätzliche Pole von Motion zu betrachten, da man so das Motion Behavior für Bonnie Callini konkretisieren, noch gezielter besprechen und möglichst gezielt definieren kann.

Dazu habe ich versucht verschiedene Gegenpole, wie in der Recherche oft gesehen, aufzustellen und Bonnies Visuals darauf einzuordnen.

1. Dynamisch – Ruhig
Ruhig = meditativ, langsam, statisch, wenig Veränderung
Dynamisch = dynamisch-fließend, aber nicht aggressiv → Bewegungen sind im Fluss, sie treiben voran und motivieren, ohne hektisch zu wirken 145bpm und Techno ist nicht ruhig, es gibt aber sanftere Stellen im Set, and denen Ruhe einkehren soll.
Bonnie ist hier definitiv dynamisch, idealerweise wie Tanz – in Bewegung, aber mit Atempausen

2. Linear – Organisch
Linear = technisch, geradlinig, gleichmäßig, rational
Organisch = unregelmäßig, natürlich, unvorhersehbar, spontan
Bonnie Callini = organisch, mit natürlichen Übergängen, leichten Unregelmäßigkeiten, wie durch Impulse gesteuert (Verläufe, Flüssigkeit, Körperbewegung – nie 100 % berechenbar) // Im Kontrast dazu die mechanisch wirkenden, strukturierten Metallteile, die durch das fliegende Gefühl aber leicht wirken.

3. Mechanisch – Körperlich
Mechanisch = robotisch, steif, rhythmisch exakt
Körperlich = physisch nachvollziehbar, weich, „menschlich“
Bonnie’s Motion-World ist klar körperlich inspiriert – Tänzerin, Groove, Haptik. Besonders passend sind Bewegung wie Atmen, Pulsieren, Muskelkontraktion

Andererseits ist Techno aber sehr Rhythmisch und klar in der Taktgebung, weshalb sich mechanische Elemente wie jene in Chrome geradliniger Bewegen, aber dennoch schwebend wirken um die Leichtigkeit zu bewahren

4. Glitchy – Smooth
Glitchy = abrupt, gebrochen, fragmentiert
Smooth = weich, kontinuierlich, elegant
Bonnie liegt im “smoothen Bereich”, mit vereinzelten Impulsen (Blitzen oder invertieren bei Beats)

5. Geometrisch – Chaotisch
Geometrisch = klar strukturiert, symmetrisch
Chaotisch = wild, unkontrolliert
Bonnie Callini: kontrolliertes Chaos – asymmetrisch, aber mit Rhythmus; Weich aber mit Chrome-Katnet.
Die visuelle Komposition darf tanzen und mit en Kontrasten spielen, aber nie „kippen“

6. Schwer – Leicht
Schwer = massig, träge, dunkel
Leicht = schwebend, luftig, ätherisch
Bonnie Callini kombiniert Leichtigkeit (Tänzerin, Flow) mit gewisser Schwere (Chrome, Bass) Durch das schweben der Chrome Elemente lässt sich in den Visuals aber die Leichtigkeit erhalten

7. Rhythmisch – Asynchron
Rhythmisch = synchronisiert mit Beats, vorhersagbar
Asynchron = frei, improvisiert, nicht getaktet
Bonnie’s Musik ist rhythmisch, aber Visuals dürfen nicht zu „on-beat“ sein und durchgehend Blitzen – sie sollen organisch zur Musik atmen. Das Motto ist „nicht beatgenau, sondern groove-sensibel”

Grafik Magdalena Ackerl

Nachdem die Motion Behavior Skala für Bonnie Callini jetzt auf diesen Achsen visualisiert werden kann (siehe Grafik) fassen ihre Positionen folgenden Tendenzen gut zusammen:

  • Dynamisch, aber nicht hektisch
  • Organisch, mit natürlichem Flow
  • Körperlich statt mechanisch, inspiriert von Tanz
  • Smooth, mit gelegentlichen Impulsen
  • Leicht chaotisch, aber kontrolliert
  • Schwebend-leicht, trotz metallischer Elemente
  • Rhythmisch, aber groove-sensibel statt beatgenau


In meiner Recherche war von einer „Positionierungsmatrix“ die rede, die dabei helfen soll nicht nur dieses sondern auch kommende Projekte mit mit einem skalierbares Modell zu betrachten.
Ich fand das ziemlich ähnlich zum definieren des Motion Behaviours, CHATGPT war da aber anderer Meinung:

CHATGPT:
Beide Tools wirken auf den ersten Blick ähnlich, erfüllen aber unterschiedliche Zwecke im Designprozess. Hier ist der klare Unterschied zwischen:


🎬 Motion Behaviour definieren (Bewegungsverhalten)

Fokus: Bewegungseigenschaften und wie sich Elemente tatsächlich verhalten

  • Ziel: Herausfinden, wie sich visuelle Elemente animieren (z. B. fließen, pulsieren, schweben)
  • Typische Pole:
    • Dynamisch ↔ Ruhig
    • Organisch ↔ Linear
    • Körperlich ↔ Mechanisch
    • Smooth ↔ Glitchy
    • Leicht ↔ Schwer
    • Rhythmisch ↔ Asynchron
  • Nützlich für: Motion Designer:innen → konkrete Animationen, Übergänge, Impulse
  • Beispiel: „Chrome-Objekte sollen sich organisch & schwebend bewegen, aber rhythmisch mit Akzenten“

🧭 Positionierungsmatrix (visuelles/strategisches Profil)

Fokus: Abstrakte Werteebene & Stil-Positionierung

  • Ziel: Herausfinden, wo sich die Marke gestalterisch/stilistisch verortet
  • Typische Pole:
    • Traditionell ↔ Modern
    • Verspielt ↔ Ernst
    • Analog ↔ Digital
    • Subtil ↔ Direkt
    • Emotional ↔ Rational
  • Nützlich für: Art Direction, Branding, Stilrichtungsentscheidungen
  • Beispiel: „Bonnie Callini ist modern, expressiv, leicht emotional – aber visuell reduziert“

🧩 Fazit:

  • Motion Behaviour → Wie bewegt es sich? (operativ, animiert)
  • Positionierungsmatrix → Wer ist die Marke visuell? (strategisch, gestalterisch)

Von Chat GPT überzeugt hab ich mich dann an die “Positionierungsmatrix” gewagt:

Skala0 (zero)10 (ten)
Verspielt – Ernstverspielt, lockerseriös, kontrolliert
Traditionell – Modernretro, klassischprogressiv, digital
Reduziert – Expressivminimalistisch, zurückhaltendplakativ, auffällig
Organisch – Technischfließend, natürlichmechanisch, geometrisch
Ruhig – Energiegeladenmeditativ, langsamschnell, kraftvoll
Hart – Weichglitchy, hartkantigsmooth, sanft
Emotional – Rationalsinnlich, körperlichsystemisch, analytisch
Subtil – Direktsubtil, andeutendklar, plakativ
Körperlich – AbstraktTänzerisch, physischgeometrisch, symbolisch
Analog – Digitaltexturiert, handmadeclean, pixelbasiert

Bonnie Callini:
Anmerkung: Zwei Werte, wenn Bonnie zwei konträre Punkte in ihrem Auftritt verbindet, beispielsweise harte Chrome Formen mit weichen, sanften Verläufen

SkalaPostion 0-10Begründung
Verspielt – Ernst4Emotional, frei, aber nicht kindlich
Traditionell – Modern9Digital, Chrome, Club-Culture
Reduziert – Expressiv5Abstraktes trifft auf konkrete Objekte (Verläufe auf Tänzerin auf Metal
Organisch – Technisch2//7Körperliche fließend und weich // konkrete Bewegung von Metall
Ruhig – Energiegeladen4//8Ruhige, dreamy Momente // Musik ist schon und visuals pulsieren
Hart – Weich2//8Smooth Vibes mit metallischen Akzent
Emotional – Rational1Farben, Musik und Tanz drücken Emotionen aus
Subtil – Direkt5Eigentlich weniger subtile Elemente, eher klarer Positionierung
Körperlich – Abstrakt7Zwar Tänzerin als zentrales Motiv aber abstrahiert, Verläufe, Unschärfe
Analog – Digital3//8Analoger Look durch die Körnung aber digitale nachbearbeitung für die Farben, die Metallelemente etc.
Grafik Magdalena Ackerl

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