Ein möglicher Ansatz für meine Masterarbeit im Bereich Video-Mapping

Einer der Hauptgründe, warum ich mich für einen Master in Media Design entschieden habe, war mein Wunsch, meine Kenntnisse im Bereich des Video-Mappings zu vertiefen und meinen Horizont in diesem Bereich zu erweitern. Nach den ersten Gesprächen mit Roman P. über ein mögliches Thema für meine Masterarbeit, konkretisieren sich meine Ideen und nehmen wissenschaftlich fundiertere Formen an.

Die Idee, das Video-Mapping unter dem Titel „Wahrnehmungspsychologische Ansätze im Kontext des praktischen Mappings“ zu erforschen, könnte spannende Erkenntnisse liefern. Konkret möchte ich untersuchen, wie der Raum und die Umgebung – etwa in einer Kirche – die audiovisuelle Wahrnehmung beeinflussen.

Folgende Themen könnten hierzu näher untersucht werden:

1. Theoretische Grundlagen der Wahrnehmungspsychologie

Raumwahrnehmung: Wie beeinflusst die Architektur eines Raumes (insbesondere Kirchen) die Wahrnehmung von Klängen und visuellen Reizen? Wie wirken sich große, offene Räume mit besonderen akustischen Eigenschaften auf das audiovisuelle Erlebnis aus?

2. Spezifische Forschungsfragen
Wie beeinflussen die akustischen Eigenschaften des Raums (z.B. Echo, Hall) die Wahrnehmung von visuellen Projektionen?
Welche Emotionen werden durch den spezifischen Raum der Kirche bei den Zuschauern hervorgerufen? Verändert sich die Wahrnehmung der Projektion durch diese emotionale Prägung des Raums?

3. Technische und gestalterische Aspekte
Projektionstechnologie und Raumbedingungen: Die technische Gestaltung der Projektion ist wichtig, um die Wirkung zu maximieren. Hier könnte untersucht werden, wie sich Helligkeit, Auflösung oder Farbgebung der Projektion auf die Wahrnehmung in einem sakralen Raum auswirken.

4. Religiöser und kultureller Kontext

Kirchen haben eine starke symbolische Bedeutung, die unweigerlich die Wahrnehmung beeinflusst. Welche Rolle spielt diese Symbolik in der Wahrnehmung der audiovisuellen Darbietung? Verändert sich die Rezeption, wenn die Zuschauer religiöse oder nicht-religiöse Hintergründe haben?

Während einer Exkursion zur Animationsmesse „Pixel“ in Wien und den inspirierenden Vorträgen von VFX-Künstlern sind weitere Überlegungen zur praktischen Umsetzung hinzugekommen. Geplant ist, das Partikelsystem von Cinema 4D eingehend zu erforschen, um dynamische Simulationen zu entwickeln. Ziel ist es, mithilfe audio-reaktiver Techniken die Projektionen lebendiger und interaktiver zu gestalten.

Um die technischen Voraussetzungen zu schaffen und fundierte Kenntnisse in diesem Bereich zu erlangen, soll der nächste Schritt sein, regelmäßig kleinere Projekte und Tutorials umzusetzen. Diese sollen helfen, die Technik weiter kennenzulernen und zu vertiefen – hoffentlich verhält es sich hier nicht ähnlich wie beim Vorhaben, wieder regelmäßig Sport zu treiben. *Boomersmiley

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