Das Projekt dieses Design & Research Blogs bestand aus einem kurzen Video, das sowohl KI-generierte Clips als auch reales Drohnen-Footage kombiniert. Ziel war es, herauszufinden, ob Zuschauer*innen KI-Bilder als solche erkennen und wie sie auf diese Mischung reagieren.
Um diese Fragen zu untersuchen, wurde eine Umfrage mit 13 Teilnehmer*innen durchgeführt. Alle Befragten bekamen das Video vorab zugesendet und beantworteten im Anschluss 25 kurze, gezielte Fragen zu ihrer Wahrnehmung, Einschätzung und emotionalen Reaktion.
Die Ergebnisse dieser Erhebung liefern spannende Einblicke in die Wirkung von KI-Footage und die Grenzen der visuellen Glaubwürdigkeit und werden im Folgenden detailliert analysiert.
Wie ansprechend fanden Sie das Video insgesamt?
Die Bewertungen lagen überwiegend bei 4 von 5 Punkten, was auf eine insgesamt positive visuelle und gestalterische Wahrnehmung hindeutet. Nur wenige Bewertungen lagen darunter – zwei Personen gaben eine 2 oder 3. Das zeigt: Die Machart und Ästhetik des Videos kamen bei den meisten gut an, unabhängig vom Ursprung des Materials.

Wie glaubwürdig wirkte das gezeigte Material auf Sie?
Hier zeigen sich leicht unterschiedliche Einschätzungen, von 2 bis 5 Punkten war alles dabei. Der Durchschnitt liegt zwischen 3 und 4. Das deutet darauf hin, dass viele Szenen glaubwürdig wirkten, bei einigen jedoch Zweifel aufkamen, etwa durch visuelle Unstimmigkeiten oder die Atmosphäre einzelner Shots.

Ist Ihnen aufgefallen, dass in dem Video KI-generierte Aufnahmen verwendet wurden?
Mehrere Personen gaben an, die KI-Aufnahmen erkannt zu haben, andere waren unsicher oder bemerkten erst beim zweiten Hinschauen Unterschiede. Das zeigt: Ohne expliziten Hinweis bleibt KI-Footage häufig unbemerkt, ein Beweis für seine visuelle Qualität. Interessant ist auch, dass einige Teilnehmende erst durch die Umfrage selbst auf die Idee kamen, genauer hinzusehen.

Aufschlüsselung der einzelnen Clips und das Ergebnis:
Bild 1: KI


Bild 2: ECHT


Bild 3: KI




Bild 4: ECHT


Bild 5: ECHT


Bild 6: KI


Bild 7: ECHT


Bild 8: KI


Bild 9: KI


Bild 10: KI


Bild 12: ECHT


Bild 13: ECHT


Bild 14: KI


Bild 15: KI


Bild 16: KI


Bild 17: KI


Wie sicher sind Sie sich bei Ihrer Einschätzung?
Die Selbsteinschätzung reichte von sehr unsicher (1–2) bis mittel (3–4). Nur eine Person gab an, sich sehr sicher zu fühlen (5). Dies verdeutlicht die Herausforderung: Auch wenn etwas „künstlich“ erscheint, ist es schwer, klare Beweise zu erkennen, ein typisches Merkmal von gutem KI-Content.

Was hat Sie vermuten lassen, dass es sich um KI-generiertes Material handelt?
Mehrfach genannt wurden:
- Ungewöhnliche Farben oder Texturen
- „Zu perfekte“ Szenen
- Unnatürliche Bewegungen
- Fehlende Details oder logische Fehler (z. B. Wege, die im Nichts enden)
Diese Beobachtungen spiegeln typische Schwächen aktueller KI-Generierung wider und zeigen, worauf geschulte Zuschauer achten.

Weitere Anmerkungen
Viele Kommentare spiegelten eine Erstauntheit über die Qualität des Videos wider, wie zum Beispiel: „Ich dachte erst, das ist einfach gut gefilmt.“
Einige merkten an, dass die Erkennbarkeit stark vom Bildschirmtyp und der Auflösung abhängig sei.
Andere gaben zu, dass der Kontext (Fragen, Hinweise) erst das kritische Sehen ausgelöst hat – ein Zeichen dafür, wie stark Wahrnehmung durch Erwartung beeinflusst wird.
“Es geht für mich gefühlt weniger darum dass ich szene zu szene genau sagen kann was KI ist und mehr darum dass ich ab der Weizenszene sehr sicher war dass mindestens eine KI generierte Szene drinnen war. Ab dann war ich bei jeder Szene skeptisch“
Wie bewerten Sie den Einsatz von KI-Footage in diesem Video?
Die Mehrheit bewertete den Einsatz als positiv oder neutral. Nur eine Person äußerte sich klar negativ. Das spricht dafür, dass KI-Footage, sofern gut integriert, als stilistisches Mittel akzeptiert wird. Einige sehen darin sogar eine kreative Bereicherung.

Finden Sie die Kombination aus echtem und KI-generiertem Material störend?
Die meisten Antworten lagen bei 3 oder 4 (neutral bis nicht störend). Nur eine Person empfand die Mischung als deutlich störend (Wert 5). Insgesamt wird die Kombination als gelungen oder zumindest unproblematisch wahrgenommen.
