Mario Pricken legt großen Wert darauf, dass ein Bild oder eine kreative Arbeit eine starke Geschichte erzählt. Analoge Fotos sind dafür prädestiniert, da sie durch ihre Materialität und ihre Verbindung zur Vergangenheit bereits „Geschichten in sich tragen“.
- Analoge Fotografie ist nicht nur ein Medium, sondern eine Erzähltechnik, die durch Materialität und Kontext Geschichten transportiert.
2. Emotionale Ansprache durch kreative Gestaltung
- Emotionen durch analoge Imperfektionen: Pricken würde darauf hinweisen, dass es gerade die authentischen Fehler und die spürbare Menschlichkeit eines analogen Fotos sind, die eine starke emotionale Bindung zum Betrachter schaffen.
- Strategisches Storytelling: Pricken zeigt auf, dass jede kreative Entscheidung – sei es bei der Bildkomposition oder der Wahl des Mediums – gezielt zur emotionalen Ansprache eingesetzt werden kann. Analoge Fotos könnten so gezielt genutzt werden, um eine nostalgische, authentische oder intime Atmosphäre zu erzeugen.
Mögliche Verbindung:
- Analoge Fotografie spricht nicht nur durch ihr Motiv, sondern durch ihre ästhetische und materielle Gestaltung – genau das, was Pricken in Bezug auf emotionale Kreativität hervorhebt.
3. Kreativität und Reduktion: Analoge Fotografie als bewusste Einschränkung
Pricken beschreibt in seinen Arbeiten oft, dass Kreativität durch bewusste Einschränkungen gefördert wird. Diese Idee passt perfekt zur analogen Fotografie:
- Begrenzte Ressourcen: Analoge Fotografie zwingt den Fotografen, bewusste Entscheidungen zu treffen – von der Anzahl der Bilder (z. B. ein Film mit nur 36 Aufnahmen) bis hin zur Bildkomposition. Dies fördert eine kreative Auseinandersetzung mit dem Motiv.
- Langsamer Prozess: Der analoge Entwicklungsprozess erfordert Geduld und Hingabe. Diese Entschleunigung lässt Fotografen intensiver mit ihrem Werk interagieren, was in der digitalen Welt oft verloren geht.
Source: Buch_Die Aura des Wertvollen – Mario Pricken
Abb.: https://de.wikipedia.org/wiki/Ansel_Adams
