LS3 #8 Sweeter than Honey

Ich war jetzt am Wochenende in München eine Freundin besuchen. Wir sind dann in der Ausstellung “Sweeter than Honey – Ein Panorama der Written Art” in der Pinakothek der Moderne gewesen. Ich habe meine Impuls Beiträge alle schon durch, deswegen nutze ich das hier jetzt einmal als Inspiration für meine Masterarbeit und als normalen Blogpost.

In der Ausstellung geht es um verschiedene Aspekte zwischen Schrift, Bild und Geste in der modernen Kunst und zeigt eine Sammlung verschiedener Werke von ca. 60 Künstler:innen aus verschiedenen Ländern um eine globale Perspektive zu schaffen. Die zwei wesentlichen Fragen, die hierbei gestellt werden, sind:

Welche Rolle spielen Schrift und Geste in der Kunst der Moderne und Gegenwart?

Wie ermöglichen textbasierte Werke über eine westliche Perspektive hinaus kulturübrgreifende Dialoge?

Spannend finde ich auch die Interpretation des Titels. “Sweeter than Honey” also Süßer als Honig kann als Symbol für die Süße von Wissen und Weisheit stehen, aber eben auch aufzeigen, dass harte Realität auch durch Kunst und schöne Worte “süß” werden kann. Diesen Ansatz fand ich spannend, da ich die Theamtik eventuell auch in meiner Masterarbeit aufgreifen möchte. Wie kann Wortspiel und Taktik verwendet werden, um etwas eventuell aus dem Kontext heraus darzustellen oder anders wirken zu lassen und wie ist das messbar?

In der Ausstellung wurden unter anderem auch einige arabische und persische Werke präsentiert. Da ich die Sprache nicht kann bzw. bisher auch wenig Berührungspunkte damit hatte, fand ich es auch hier sehr interessant die Beschreibungen der Werke zu lesen und zu verstehen. Dort wurde erklärt, dass Buchstaben eben nicht nur neutrale Träger von sprachlichen inhalten ist, sondern auch die Erscheinungsform bzw Art der Darstellung eine wichtige Bedeutung trägt oder tragen kann. text funktioniert hier also als Text so wie als Bild. Oft werden Schriftzüge mit floralen oder geometrischen Ornamenten verknüpft und fungieren so auch als darstellendes Bild trotz eigentlich nützlicher Funktion.

Ein anderes für mich inspirierendes Werk der Ausstellung ist der “Room with all existing words”. Mark Manders hat als Projekt eine Zeitung erschaffen, welche mit korrekter Grammatik jedes Wort des englischen Dictionaries einmal nennt (Zeiten vor AI lol). Ich finde das Projekt irgendwie so simpel und wirkürlich, was es gleichzeitig so interessant macht. Ich hab kaum etwas verstanden, wenn ich mir mal einen Absatz durchgelesen habe, sodass ich mich direkt gefreut hab, wenn mal ein Wort kam, was ich verstanden hab. Und es hat mir irgendwie wieder gezeigt, was man eigentlich alles mit Wörtern und Sprache machen kann.

Literaturverzeichnis

Pinakothek der Moderne. (09.02.2025). Sweeter than Honey [Exhibition]. Munich, Germany. 

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