Ich finde, ohne mich selbst zu viel loben zu wollen, dass sich über diese 17 Blogposts wirklich viel Getan hat. Von einem gänzlich neuen Thema zu einer klaren Idee, mit vorliegender Literatur, die eigentlich nur mehr darauf wartet von mir verschlungen und wiedergegeben zu werden.
Mittlerweile bin ich gut in Zypern angekommen, und ich würde behaupten ich habe mich nicht so schlecht in die Erasmus-Experience eingelebt, wenn man das so sagen kann. Jetzt wird es aber Zeit wirklich ins Tun zu kommen, um am Ende nicht den ganzen schönen Sommer hier auf Zypern vorm Laptop verbringen zu müssen, sondern stattdessen jetzt die harte Arbeit zu leisten. Mit der “ASC-Bibel” und “Painting with Light” habe ich im Zuge dieser Blogposts bereits zwei meiner insgesamt sechs Bücher, die ich als “Basisliteratur” für die Masterarbeit verwenden möchte, inhaliert und zusammengefasst. Die anderen vier liegen bereits neben mir hier am Schreibtisch und warten auf einen Tag, an dem die örtliche Erasmus-Organisation mich nicht unverschämt mit Freibier auf ihren Frat-Parties ködert – aber dieser wird kommen, ich glaube fest daran!
Zusätzlich habe ich mir gerade in Hinblick auf die Finale Einreichung des Exposé noch genauere Gedanken über meine Vorgehensweise bei der Filmanalyse gemacht. Auch wenn der erste Schritt das Zusammenfassen der Literatur sein wird, glaube ich braucht ein gutes Exposé vor allem viel Weitblick. Außerdem lässt es sich dann, finde ich zumindest, viel leichter arbeiten. Dafür habe ich mir bereits zwei E-Books zugelegt – Bücher in meine zypriotische Wohnung zu bestellen war mir dann irgendwie zu umständlich. Einerseits die fünfte Ausgabe von “Film- und Fernsehanalyse” von Knut Hickethier und die dreizehnte von “Film Art: An Introduction” von Bordwell, Thompson und Smith. Meiner Recherche zufolge ist das jeweils das deutsche und internationale Standardwerk zur Filmanalyse. Auch wenn darin natürlich viel mehr behandelt wird, hindert mich das ja nicht daran nur die Kapitel “Zur Analyse des Visuellen” beziehungsweise “The Shot: Mis en scene” zu verwenden, um nicht den Rahmen zu sprengen und mich wirklich auf das was ich behandeln möchte, nämlich die Analyse der Lichtsetzung, zu fokussieren.
Auch das sind bereits zusammen über 100 Seiten aus denen sich gut eine individuelle Matrix bauen lassen sollte, die wissenschaftlich fundiert ist und mithilfe derer ich dann Film für Film abarbeiten kann.
Damit (glaube ich jetzt zumindest) habe ich einen ziemlich guten Fahrplan für die nächsten Woche und Monate, den ich jetzt eigentlich nur mehr umsetzen muss. Das freut mich persönlich besonders, da ich eigentlich nicht wirklich der vorplanende Typus bin und deshalb im Moment des Verfassens dieser Zeilen selbst ein bisschen überrascht von mir selbst bin.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass mir diese Blogreihe tatsächlich auf meinem Weg zum Status Quo geholfen hat, da sie mich gezwungen hat, mich früh genug mit der Suche meiner Literatur und mit der Literatur selbst auseinanderzusetzen, sodass ich jetzt bereits wirklich an einem guten Punkt bin, von dem aus ich in Ruhe arbeiten kann. Sofern mich das Wetter in Zypern eben lässt 😉
In diesem Sinne, wünsche ich allen Lesern dieser Zeilen einen schönen und hoffentlich stressfreien Masterarbeitssommer!
Blümel out.